Die Wasseramsel ist stark an Gewässer gebunden und der einzige heimische Singvogel, der tauchen und schwimmen kann. Ihr überwiegend braunes Gefieder ist sehr dicht und somit perfekt an die aquatische Lebensweise angepasst. Sie brütet vor allem in Mittel- bis Süddeutschland in der Nähe von geröllreichen, schnell fließenden Bächen und Flüssen im Wald- und Bergland.
Entlang der Körsch von Plieningen bis Denkendorf befinden sich 23 Nistkästen für die Wasseramseln. Im Jahr 2013 waren im Februar bereits 13 Kästen belegt. Diese sind jeweils unter Brücken in der Mitte der Wasserlinie angebracht und sind oft nicht leicht zu erreichen.
Es findet eine jährliche Reinigungsaktion der Nistkästen statt.
Zehn NABU-Aktive, Fahrräder, ein Traktor mit Anhänger und jede Menge Ausrüstung – so startete am Freitag unsere Wasseramselputzete.
Treffpunkt war unser NABU-Vereinsheim. Bevor es losging, wurde zunächst der Anhänger mit allem beladen, was wir für unseren Arbeitseinsatz brauchten: Leitern, Ersatzkästen, Werkzeug und natürlich Verpflegung. Eine wichtige Frage musste außerdem geklärt werden: Welche Wathose passt wem? Schließlich wollten wir auch an die Nisthilfen kommen, die direkt am Wasser liegen.
Gut ausgerüstet machten wir uns anschließend mit den Fahrrädern auf den Weg. Vom Vereinsheim ging es zum Ramsbach und von dort Station für Station flussabwärts entlang der Körsch in Richtung Denkendorf.
An den einzelnen Stationen wurden die Wasseramselkästen kontrolliert und bei Bedarf gereinigt und ausgeräumt. Beschädigte oder nicht mehr geeignete Nisthilfen konnten direkt durch Ersatzkästen ersetzt werden. Während wir mit den Fahrrädern von Station zu Station unterwegs waren, transportierte unser Traktor mit Anhänger die Ausrüstung.
Rund 15 Kilometer kamen bei unserer gemeinsamen Tour zusammen. Dabei war die Wasseramselputzete nicht nur ein Arbeitseinsatz, sondern auch eine schöne gemeinsame Fahrradtour mit viel Zeit für Austausch und Naturbeobachtungen.
Auch das Wetter spielte mit: Bei milden, überwiegend sonnigen Temperaturen und nur wenigen Regentropfen waren die Bedingungen bestens.
Besonders erfreulich war das Ergebnis unserer Kontrollen: Die Wasseramsel-Reviere entlang der Körsch sind erfreulich gut belegt. Damit zeigt sich, dass unsere Nisthilfen angenommen werden und die regelmäßige Kontrolle und Pflege einen wichtigen Beitrag für die Wasseramseln entlang unserer Gewässer leistet.
Nach rund 15 Kilometern, vielen kontrollierten Nisthilfen und einem erfolgreichen gemeinsamen Arbeitseinsatz konnten wir am Abend zufrieden wieder nach Hause fahren.
Ein herzliches Dankeschön an alle zehn NABU-Aktiven – von jung bis alt –, die mitgeradelt, mitangepackt und dafür gesorgt haben, dass unsere Wasseramselkästen auch weiterhin gute Brutplätze bieten.
Naturschutz verbindet – und gemeinsam macht er besonders viel Freude!